Gittermast VII

Nach etlichen Anpassungen am gestellten Mast hat die Polaris einen ersten Testlauf erfolgreich absolviert. Das heißen der Segel ist ein echtes Kinderspiel und geht fast mit einer Hand. Die alten Stagreiter konnte ich übernehmen und dank der nicht mehr vorhandenen Mastrutscher verklemmt sich auch nichts mehr. Vor- und Großsegel kommen beim Lösen der Fallen von selbst herunter, was das Hantieren sehr einfach macht. Zum Glück passt auch die Großsegelpersenning super. Das Großstag ist von seiner Dimensionierung her ausreichend, einzig die Anschlagpunkte scheinen mir mit 8mm etwas dünn. Möglicherweise werde ich sie auf 10mm verstärken. Im Herbst geht das Großsegel mal in die Wäscherei…

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Gittermast VI

Die Montage des Mastes und des Riggs hat mich mehrere Stunden Zeit gekostet. Durchs Verzinken waren -wie zu erwarten- viele der Bohrungen nicht mehr groß genug für die Schrauben und mussten aufgebohrt werden. Wie sich später herausstellen sollte, waren auch die Einhängepunkte der Stagen nicht optimal von ihren Winkeln her gewählt. Kein unlösbares Problem, da ich genug Bohrungen vorgesehen hatte. Beim Anschlagen des Riggs hätte ich genauer auf die Führung der Fallen achten sollen. Gedacht war, die Fallen innerhalb des Mastes zu führen, wie sich nach dem Stellen des Mastes zeigte, beklemmten sich die Fallen gegenseitig und mussten klariert werden.

Leider scheine ich mich beim Abnehmen der Maße am alten Mast mit den Einhängepunkten der Unterwanten vertan zu haben. Die Wanten schienen um etwa dreißig Zentimeter ‚zu lang‘ zu sein. Dank der Horizontalstreben im Mast aber auch kein unlösbares Problem. Mit einigen Kettengliedern als Zwischen-Verlängerung wurden die Einhängepunkte nun um ein Segment nach oben verlegt und die Wanten passen jetzt :-)

Nun steht der Mast an Bord. Da ich auf den Jüttbügel verzichten will -eine üble Stolperfalle beim Hantieren auf dem Vordeck- habe ich den Mastenkran des YCP bemüht. Das „Einstöpseln“ des Mastfußes in den Mastschuh mochte mir nicht so recht gelingen, zum Glück half mir ein Segelkamerad beim Stellen. IMG_20140815_130901 IMG_20140815_130846 IMG_20140815_185432 IMG_20140815_185427 IMG_20140815_185421 IMG_20140815_185410 IMG_20140815_185403 IMG_20140815_185352 IMG_20140815_185442 IMG_20140816_140745 IMG_20140816_140720 IMG_20140816_140716 IMG_20140816_140701

Gittermast V

Der Gittermast ist fertig verzinkt. Trotz der bereits verzinkten Kopfplatte hat mir die Verzinkerei in Meckenheim die Kosten für das Entzinken nicht berechnet. Super!

Das Gesamtgewicht von Mast und Baum beträgt nach dem Verzinken ca. 80 kg. Immer noch weit weniger, als der alte Holzmast wiegt.

Mit geliehenem Anhänger ging’s anschließend direkt zum Boot.  Maximal 80 km/h lässt der Anhänger zu, entsprechend lang dauerte die Fahrt nach P’burg.

Dort liegen die Einzelteile nun und warten auf die Endmontage. Erfreulicherweise passt der Mastfuß ganz gut, wie zu erwarten müssen noch Abstandhalter für den Mastschuh eingesetzt werden. Da ich 17mm nicht selbst in Stahl bohren kann, brachte ich den Fuß in eine Schlosserei, deren Namen ich besser verschweige: Zwei Löcher und ein Schlitz mit der Flex haben mich 10 Euro gekostet. (Plus 5 € Trinkgeld für den Stift.)

Am Steg traf ich zwei Segelkameraden, die diese merkwürdige Konstruktion für Bestandteile einer Bühnen-Beschallungsanlage hielten… etwas verwundert waren sie dann, als ich ihnen erklärte, dass es sich bei dem silberglänzenden Teil um den neuen Mast handelt…

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Gittermast IV

Nun ist hoffentlich wirklich alles vorbereitet.. im letzten Moment ist mir doch noch der Baum eingefallen, den ich unfertig im Keller liegengelassen hatte. Neben dem Lümmel mussten auch noch diverse Ösen für Dirk und Unterliekstrecker angeschweißt werden. Die Großschot schlage ich nicht an einer Ösenplatte an, sondern per Schäkel. Der Lümmelhalter ist aus 21mm Rohr mit angesetztem Flachstahl. Durch eine Schraubverbindung sollte der Baum in vertikaler und horizontaler Ebene beweglich sein. Ausprobiert hab‘ ich’s noch nicht, bin also gespannt, ob es tatsächlich funktioniert.

Als Kopfplatte auf dem Mast habe ich ein recht dünnes Blech gewählt, das ja nicht viel tragen muss: neben dem Verklicker und der Ankerlaterne nur noch die Funkantenne. Die Wanten werden in entsprechende Ösenplatten unterhalb eingepickt. Als Saling habe ich eine einfache Lösung gewählt: ein 21mm Rundrohr mit ausgeklinkten Enden und Bohrungen für die Sicherung. Ich überlege noch, ob ein eingeschweißtes Rundmaterial dem Wantdraht gut tun würde…

Übrigens sind die letzten Schweißnähte mit Oerlikon Elektroden geschweißt. Die sind doch erheblich einfacher im Umgang und ergeben schönere Nähte (wenn man sich Mühe gibt und wirklich alle Schlackenreste entfernt).

Ich darf nicht vergessen, noch Ösen für die Flaggenleinen einzubauen.

Morgen geht’s zu Zink-Power!

Baum Durchblick
Baum Durchblick
Baum mit Dirköse
Baum mit Dirköse
Mastfuß mit Führungsrohren
Mastfuß mit Führungsrohren
Salingführung
Salingführung
Mastkopf
Mastkopf
Lümmel
Lümmel

 

Gittermast III

Der Mast ist bis auf den Fuß fertig zum Verzinken. Naja, ein paar Schweißstellen werde ich auch noch etwas bürsten und schleifen. Leider sind die Schweißnähte nicht so schön, wie ich hoffte; mir fehlt halt die Übung (und bestimmt auch Geduld). Halten sollten sie trotzdem.

Ich staunte nicht schlecht, als ich den Mast auf die Körperwaage legte: das Gesamtgewicht des Mastes beträgt nämlich nur siebenundvierzig Kilogramm! Der alte Holzmast wiegt locker doppelt so viel.  Die Laschen an der Trennstelle stabilisieren den Mast optimal. Er bewegt sich kaum noch, was nach dem Verzinken mit Sicherheit noch besser werden wird.

Die Infos dazu werde ich morgen besorgen.

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Gittermast II

Der Gittermast wächst zusehends. Die beiden Teilstücke à 4,20 Meter wurden heute zusammengefügt und mit Maschinenschrauben verbunden. Im Bereich der Trennstelle soll morgen durch je vier Laschen mit Flacheisen  eine Versteifung angebracht werden. Momentan ist dieses Stück noch zu wackelig. Der Stahl hat bereits ein wenig Flugrost angesetzt, was für’s spätere Verzinken eher nützlich sein wird. Ebenfalls morgen werde ich die Saling und Wantenanschläge in Angriff nehmen. Dann folgt die Grundplatte mit dem Basisschaft, der -hoffentlich- in den Mastschuh an Bord passt.

Hier einige Bilder von heute:

Yachtmast 001 Mastvorderseite nach oben Mast in der Durchsicht Verbindungen Schweißstellen

Gittermast I

Der originale Holzmast hat leider mehrere faule Stellen und die Reparatur scheint nicht mehr sinnvoll. Also gilt es, eine Alternative zu finden. Bei eifriger Recherche nach gebrauchten und passenden Alumasten bin ich über die Seiten von Herrn Tiedemann gestolpert. Die Vorteile des von ihm (und anderen) beschriebenen Gittermastes schienen mir sehr einleuchtend und die Möglichkeit, ohne weiteres Equipment den Mast zu besteigen, reizvoll und nützlich. Seit einigen Tagen arbeite ich nun an einem Gittermast für die Polaris.

Zur Übung habe ich zunächst mit dem Baum begonnen: 21mm Stahlrohr geschweißt mit 10mm Rundstahl bei einem Abstand der horizontalen Verbindungen von 400mm. Auf den Bildern sind die Diagonalverstrebungen noch nicht zu sehen. Der Abstand der Rohre zueinander beträgt 70mm. Bei einer Länge des Baums von vier Metern beträgt das Gewicht ca. 18 kg.

Beim Schweißen nutze ich den Minarc Evo 150 von Kemppi. Das Gerät arbeitet mit einem sehr gleichmäßigen Schweißstrom und mit Ruhe und Konzentration lassen sich schöne und (hoffentlich) sehr haltbare und tragfähige Schweißverbindungen herstellen.

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Tafelklavier Christian Then

Tafelklavier vor 1860 Christian Then - AugsburgEin vollständig restauriertes Tafelklavier von Klavierbauer Christian Then in Augsburg steht zum Verkauf.
Das Alter ist nicht genau bekannt, das Klavier muss aber vor 1860 gebaut worden sein, denn der Klavierbauer Then hat seinen Firmensitz in diesem Jahr nach München verlegt.

Ein wenig zur Geschichte

Über den Klavierbauer Christian Then selbst ist nur wenig bekannt. Er wurde 1803 im fränkischen Mellrichstadt geboren und betrieb in den Jahren 1834 bis 1860 eine Werkstatt in Augsburg. Daran anschließend ist er bis 1878 in München nachweisbar.

Ein ähnliches Modell, allerdings späteren Baujahres, steht im Deutschen Museum in München. Dessen Mechanik wird wie folgt beschrieben:

  • Umfang A2 – a4;
  • Ein- bis dreifacher Bezug;
  • Stoßzungenmechanik mit einfacher Auslösung

Quelle: Deutsches Museum, München (http://www.deutsches-museum.de/?id=12045)

Das Tafelklavier wurde im Jahr 1992 umfassend aufgearbeitet, seitdem ist es so gut wie nicht bespielt worden. Vor einem Probespielen müsste es daher noch gestimmt werden.

Eine Klangaufnahme des ungestimmten Klaviers  gibt’s hier:

 

Wenn Sie Interesse an dem Klavier haben, können Sie gerne mit mir einen Termin für eine Besichtigung und ein Probespielen vereinbaren. Nutzen Sie dazu einfach das Kontaktformular oder rufen mich an. Die Rufnummer finden Sie auf der Kontaktseite.

Wichtig

Der Transport des Tafelklaviers muss vom Käufer selbst organisiert werden; das schließt einige Helfer mit ein, da vor Ort leider niemand „mit anpacken“ kann.